Bevor man mit dem eigentlichen Trading beginnen kann, sind ein paar Dinge zwingen notwendig, andere eher optional, aber ebenso wichtig. In diesem Artikel möchte ich auf einige Punkte hinweisen, die nicht unterschätzt werden sollten.
- Vorbereitungen treffen
- Auswahl der richtigen Bank
- Die magischen drei Phasen
- Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verlieren
1. Vorbereitungen treffen
Nur nichts überstürze, der Markt läuft niemanden davon. Was man sich zu Beginn gut überlegt hat, spart man sich während des Tradens, wenn dafür eigentlich keine Zeit bleibt. Damit ein nachhaltiges Bestehen an der Börse überhaupt möglich ist, sollte man sich zu aller erst einen Trading-Plan erstellen. In einem Trading-Plan wird beschrieben, unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen ihr nach welchem Muster eine Order aufgebt und wie ihr euren Erfolg auch messen könnt, um gegebenen Falls eingreifen zu können. Was alles bei einem Trading-Plan beachtet werden sollte, habe ich bereits vor einer Weile beim Artikel zum Nachhaltigen Erfolg – Der Trading-Plan beschrieben.
Darüber hinaus gibt es natürlich noch mehr Basiswissen, so zum Beispiel, welche Orderarten es gibt, oder was denn überhaupt Zertifikate sind.
2. Auswahl der richtigen Bank
Mittlerweile gibt es eine nahezu unendliche Auswahl an Angeboten.
Unterscheiden muss man zunächst zwischen Angeboten von Onlinebanken und Hausbanken.
Eine Hausbank ist eine Bank, die ein Filialgeschäft betreibt und bei denen euch ein Bankberater zur persönlichen Beratung zur Verfügung steht. Diesen Service lassen sich die klassischen Hausbanken wie Volksbanken und Sparkassen mit saftigen Gebühren bezahlen. Wer nicht so viel Wert auf eine persönliche Beratung durch seinen Bankberater legt, für den sind die Angebote von Onlinebanken zu empfehlen: Diese zeichnen sich durch kostenlose Depot- und Kontoführung aus und liegen in Punkto Ordergebühren in der Regel auch weit vor den Hausbanken mit persönlicher Betreuung.
Ich habe bei gängigen Onlinebanken einen kleinen Vergleich durchgeführt, mit den Kriterien, dass das durchschnittliche Ordervolumen bei 1500€ liegt, rund 50 Orders im Jahr getätigt werden und das durchschnittliche Depotvolumen bei rund 5000€ liegt. Auch wenn euer vorhaben davon abweicht, habe ich herausgefunden, dass sich die Unterschiede vor allem bei der Ordergebühr bemerkbar machen:
| Wertpapiertdepot | Kosten Depot p.a. | Kosten je Order | Kosten gesamt p.a. | Aktion | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Cortal Consors: Trader-Konto | 0,00€ | 4,95€ | 247,50€ | 12 Monate lang nur 4,95€/ Trade | zur Bank | |
| 2 | OnVista Bank: FreeBuy-Depot | 0,00€ | 7,99€ | 399,50€ | Je nach Depothöhe Freebuys; im ersten Jahr keine Kont- und Depotführungsgebühren | zur Bank | |
| 3 | DAB Bank: Depot | 0,00€ | 8,70€ | 435,00€ | 2,1% aufs Tagesgeld; kostenfreiers Depot und Tagesgeldkonto | zur Bank |
Wenn es dann konkret an das ausfüllen der Eröffnungsunterlagen geht, werdet ihr meist nach eurem Risikoprofil gefragt. Je nach Auswahl sind sie befugt hochspekulative oder nur mit geringem Risiko behaftete Wertpapiere zu handeln. Generell wird in Form von Buchstaben unterschieden:
A -Sehr sicher und konservativ bis E -Hochspekulativ und Totalverlust möglich. Für den Handel mit Zertifikaten oder Optionsscheinen wird außerdem eine Termingeschäftsfähigkeit benötigt, die meist mit einem separaten Formular beantragt werden muss.
3. Die magischen drei Phasen
Hierauf möchte ich an dieser Stelle nicht detailliert eingehen, da ich bereits einen separaten Artikel verfasst habe, auf den ich gerne hier verweisen möchte.
4. Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verlieren
Immer mehr Geld hinterher schieben, um mögliche Verluste durch größere, volumenstärkere Orders ausgleichen zu können ist keine gute Idee und geht meist auch schief. Damit man erst gar nicht in Versuchung gelangt, einen solchen Fehler zu begehen, hat man seinen Trading-Plan. Darüber hinaus, sollte man auch über ein adäquates Money- und Risk- Management nachdenken. Für Anleger ist neben theoretischen Kenntnissen die praktische Umsetzung der Money-Management Modelle in die eigene Handelsstrategie von großer Bedeutung. Theoretisches Wissen aus Büchern oder Internetseiten alleine reichen nicht, um optimal auf den realen Handel vorbereiten zu sein.
Ich hoffe ich konnte mit diesen Denkanstößen und Verweisen dem Einen oder Anderen eine kleine Hilfestellung bieten, um erfolgreich und nachhaltig an der Börse zu bestehen.
Danke für den Artikel.
Ich bin selbst bei Flatex. Die sind kostenmäßig vergleichbar mit der DAB Bank. Vielleicht könnte man das auch noch mit aufnehmen?
Gern geschehen
Danke für den Hinweis. Ich werde mich über deren Angebot schlau machen und die Tabelle ergänzen.
Nachdem ich auf meine Anfrage an deren Support leider immer noch keine Antwort erhalten habe, nehme ich diese vorerst auch (immer) noch nicht auf. Dies nur zur Info..
Hast du selbst bereits persönliche Erfahrung mit einem der Anbieter, oder ist das nur ein Fakten-Vergleich?
Hi Andi, freut mich, von dir hier mal wieder etwas zu hören
Bei dem Vergleich ging es rein um die Fakten. Ich selbst habe mein Aktiendepot bei der DAB Bank und bin dort auch recht zufrieden..
Der Online-Broker FLATEX scheint günstig zu sein.
Zwar wirken die Gebühren insbesondere für den Aktienhandel und für Einsteiger auf den ersten Blick attraktiv (wenngleich es noch günstigere Konkurrenten gibt). Andererseits ist FLATEX nach meinem Dafürhalten eben insgesamt eher billig. – Kundenorientierung sowie Kundenzufriedenheit spielen bei diesem Unternehmen nach meinen vergangenen Erfahrungen eine untergeordnete Rolle. Vielmehr überwiegt der Eindruck, dass für FLATEX möglichst alles mit dem geringsten Aufwand erledigt wird. Hinzu kommt, dass auch die Technik öfters mal nicht funktioniert, was unerfreulich ist.
Diese unschönen Erfahrungen gelten in gleichem Maße auch für die mit FLATEX kooperierende (relativ neue) BIW BANK, bei der man als FLATEX-Kunde regelmäßig sein Depot hat. Diese Bank aus Zwickau scheint ebenfalls nicht kunden- und „serviceorientiert“.
Sehr einfachen Kundenansprüchen dürfte die Bank ggf. aber dennoch genügen. Ebenso ist der persönliche Kontakt sowohl mit FLATEX als auch mit der BIW BANK zumeist nicht von Professionalität geprägt (z.B. langsame, komplizierte und oberflächliche Bearbeitung von Kundenanliegen etc.). Auch der Tonfall ist oftmals eher unfreundlich. Gerade Letzteres könnte bei einigen potentiellen Kunden ggf. zu Befremden führen. Vielleicht sollte bei diesen Unternehmen nicht nur an neue Kunden, sondern auch an die nachhaltige Betreuung der bisherigen treuen Kunden gedacht werden. Insofern sollte sich jeder Kunde vor einem Wechsel zu den „Discountern“ FLATEX und der BIW BANK den damit verbundenen „Service“ im Voraus bewusst machen.